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„Serafina“ – Daily Soap in Zimmer 38 (Reihe: „Auf gute Nachbarschaft“)

In meiner Reihe „Auf gute Nachbarschaft“ geht es in dieser „Bettgeschichte“ um ein ganz besonderes „Exemplar“ der zwischenmenschlichen Begegnung. Ihr gebührt ein ausführlicherer Text, denn so eine Inszenierung ist in seiner Einzigartigkeit kaum zu übertreffen. Jede andere Geschichte würde nur im Schatten stehen, daher hier nun eine einzelne ausgewählte Story, ein echtes „Schmuckstück“ unter den Stationsepisoden. Ich nenne meine Protagonistin Serafina, gegen die übrigens selbst die Tupper-Lady Britta reine Erholung war (der Nella-Fan-Block kennt Britta bereits). Diese Dame hier brachte mich definitiv an den Rand – auch meine Toleranz kennt Grenzen. Ihr werdet schnell merken, was ich meine.

Die Luft steht

Zur Erinnerung: Eine Onko-Station ist kein „Streichelzoo“, wir alle sind und waren krank, der „Kammerton“ wird von Demut gesetzt. Serafina erschien (ich benutze dieses Wort bewusst) im wehenden Mantel mit einer schrillen Wintermütze auf dem Kopf, umgeben von einer Duftwolke aus schwerem Parfüm in der Tür. Kein Klopfen, sie rauschte dynamisch rein und musterte sofort kritisch das Zimmer – und mich natürlich. Wir hatten beide noch keine zwei Worte ausgetauscht, da wirbelte sie auch gleich herum, hängte ein Bild ab und sperrte die tickende Uhr ins Badezimmer. „Das stört Sie doch sicher auch“, sprach es und schaute mich provokant abschätzig an. „Außerdem sollte das Fenster besser offen stehen. Sie liegen ja direkt am Fenster, dann können Sie das ja gleich mal erledigen. Die Luft steht hier.“ Dabei machte sie eine fächelnde Handbewegung und verschwand erst mal türknallend im Bad.

Uffz, das war keine neue Zimmergenossin, das war eine Art Heimsuchung. Was hatte ich verbrochen, dass mir das Schicksal diese FRAU schickte? Ich ahnte, dass sie sich im Bad erst mal ordentlich austoben und die Anordnung meiner Tübchen und Täschchen nicht so lassen, sondern mit großem Vergnügen ihre gestalterische Duftnote setzen würde. Der Blick, der dann die Szene bestimmte, bestätigte dies. Mit einem triumphierenden Gesichtsausdruck auf den Lippen und weiterhin straffer Körperhaltung betrat sie wieder die Bühne, also unser Zimmer.

Zimmer 38 – Klappe, die erste

Denn ein Gedanke hatte sich, während sie im Badezimmer wirkte, nicht abschütteln lassen, ich kannte sie irgendwoher. Woher bloß? Dann erleuchtete mich ein Gedankenblitz und ich sah alles ganz klar – ich habe nämlich ein wahnsinnig gutes Personen- und Namensgedächtnis. Natürlich, ohne Zweifel, das war die Darstellerin aus einer mir bekannten Daily Soap, ich hatte einen C-Promi auf meinem Zimmer, Zimmer 38. Ich grinste in mich hinein. Sie kam extra aus NRW und hatte sich unter einem Aliasnamen (eigentlich nur wirklich Prominenten zu ihrem Schutz vorbehalten) in der Klinik „eingebucht“ und lag nun neben mir in derselben reichlich nüchternen, nicht gerade pompösen Krankenzimmerkulisse eines öffentlichen Krankenhauses. Mein Grinsen wurde breiter. „Klappe, die erste, wir drehen.“

Gelernt ist gelernt

Sie dagegen war weiter in ihrer aktuellen Selbstinszenierung verstrickt und sah mich strafend an: „Das Fenster ist ja noch immer geschlossen!“ „Nun“, sagte ich, „stimmt, und das wird auch so bleiben. Ich liege nämlich wegen einer akuten Lungenentzündung hier und darf Sie außerdem darauf hinweisen, dass es Januar ist und wir der Jahreszeit entsprechend draußen Minustemperaturen haben.“ Die Theatralik, die in ihrem vorwurfsvollen Blick lag, war filmreif. Gelernt ist gelernt. Sie nahm Anlauf, um mir etwas zu entgegnen, aber es fiel ihr wohl nichts Passendes ein. Widerspruch war sie nicht gewohnt.

Daher beschloss sie, sich erst mal geräuschvoll und stöhnend ihrem Gepäck zuzuwenden. Das technische Equipment stapelte sich auf ihrer Bettdecke und das Mobiltelefon klingelte ohne Unterlass. Schließlich verließ sie das Zimmer auf eine Zigarettenlänge und betrat mit zigarettenrauchgeschwängerten Klamotten nach kurzer Zeit wieder den Raum. Kurz, es stank „nach Kneipe“. Ich öffnete für ein paar Minuten das Fenster. Die Lage entspannte sich leicht.

Drücker und Gedrucktes

Das Glück währte allerdings nur kurz. Denn überflüssig zu erwähnen, dass das von mir eingestellte Fernsehprogramm natürlich nicht von ihr goutiert wurde und wir wie zwei Playstation-Zocker andauernd auf die Tasten der Fernbedienung drückten, um ein jeweils anderes Programm anzusteuern. Ich war schnell von diesem Spiel genervt und kramte mein Buch heraus. Lieber etwas Gedrucktes als dieses Theater.

So eine angestrengte Atmosphäre hatte ich bisher noch nicht erlebt. Ich kam mir vor wie in einem Meeting mit einem konkurrierenden Kollegen, der eine andere Präsentation durchsetzen möchte oder sich in Position wirft, um beim Chef zu punkten. In der Arbeitswelt war ich stets auf solche Situationen vorbereitet, kannte sie gut und hatte sogar Freude daran, sie zu lesen und zu knacken. Aber hier in der Klinik, im Krankenzimmer mit einer durchaus schwierigen Diagnose, das war nicht nur anstrengend, sondern auch reichlich überflüssig.

Stiller Plan

Ehrlich gesagt hatte es auch einen leichten Touch von Buddelkiste oder Kindergarten oder, oder, oder. Reif konnte man dieses Verhalten jedenfalls nicht nennen. Ich beschloss, „meine Mannschaft“ (schließlich war ich auf der Station ein „alter Hase“ – irgendwas musste die Zeit ja gebracht haben) in Stellung zu bringen und – gleich morgen – um die Verlegung in ein anderes Zimmer zu bitten. Ich hatte keine Energie, um in einen Infight zu gehen. Meine Kraft sollte einzig und allein in meine Genesung gesteckt werden und nicht in die Erziehung dieses Früchtchens. Ich löschte nach zwei Seiten krampfhafter Lektüre das Licht und zog mir die Schlafmaske über die Augen. Für heute hatte ich genug. Ende der Durchsage. Vorhang.

„Ich bin privat versichert!“

Der Morgen darauf war fast noch schlimmer als der Abend zuvor. Ich hatte mir wohlweislich eine Schlaftablette geben lassen und war dementsprechend zerschlagen. Serafina war Gott sei Dank schon im Badezimmer und ich konnte mich und meine Gedanken erst mal ordnen. Als sie aus dem Badezimmer kam, verkündete sie gleich: „Ich werde heute erst mal um ein Einzelzimmer bitten, denn das steht mir ja zu. Ich bin ja schließlich privat versichert.“ Zu gerne hätte ich diese Idee umarmt, aber leider wusste ich, dass das so gut wie ausgeschlossen ist, „Einzelzimmer auf einer Onko-Station“. Denn: Ein Einzelzimmer bekommst du nur mit Keim, Baby! Hätte ich ihr am liebsten entgegnet, verkniff es mir aber. Sollte sie sich mal schön eine Abfuhr abholen. Die Patientenmanagerin würde das schon entsprechend formulieren.

Zeitung und Säfte, die Insignien der Macht

Das Frühstück kam und meine Lieblingsservicekraft legte mir dazu noch eine Zeitung aufs Brötchen und baute ein paar Säfte dazu. Was war los? Feiertag oder hatte ich im Wettbewerb um die entspannteste Patientin gewonnen, von dem ich nichts wusste? Dann zwinkerte sie mir verschwörerisch zu und verließ den Raum. Die Reaktion kam postwendend: „Ach, auch privat? Na, da haben die uns ja doch wohl richtig zusammengelegt.“ Sie hatte die Insignien der Privatpatientenstellung sofort gedeutet. Bravo!

Ich habe den Irrtum nicht aufgeklärt und hatte meinen Spaß und vor allem nutzte ich die nächste Gelegenheit, um meinen Zimmerwechsel vorzubereiten. Leider ging das nicht so flott, wie gewünscht. Noch zwei Nächte musste ich aushalten. Antje, die Patientenmanagerin, versprach mir, sich um die Sache zu kümmern. Sie verstand sofort, dass die Zimmersituation medizinisch-menschlich nicht gesund für mich war.

Picknick mit Paolo

Am Nachmittag bekam Serafina Besuch. Na, ich sag mal besser, sie hielt Hof. Denn es war wirklich zum Schreien, wie sie ihre „Freunde“ herumkommandierte und schurigelte. Paolo kam mit zwei großen Tüten vom Feinkostgeschäft fröhlich, aber durchaus angespannt herein und flötete: „Mausi, deine Krebsschwänze waren aus, leider. Ich habe dir dafür Garnelen mit Avocado-Curry-Dressing besorgt. Außerdem waren die zyprischen Oliven aus, dafür gibt es griechische, Schatzi.“ „Oh nein!“ rief sie. „Ausgerechnet.“ Er lächelte verschwörerisch in meine Richtung. Er wusste, dass ich wusste, was er dachte.

Angemerkt sei, dass es in einem Krankenzimmer dann, wenn „das andere Bett“ Besuch hat, man auf Durchzug stellt und man wirklich nichts mehr mitbekommt (und auch mitbekommen möchte). Selbstverständlich gab ich mir alle Mühe, diese „Technik“ auch im aktuellen Fall anzuwenden, allein: es ging nicht!

Schlemmerei und Liebesschwüre

Ich war verblüfft – auch das bekam man mit –, wie diese zierliche Person, die dazu noch einen ersten Chemo-Cocktail intus hatte, all diese Dinge mit so großem Appetit essen konnte. Mir reichten schon der Geruch und die reine Vorstellung von Dillmajonaise auf einer zartrosafarbenen Garnele, um mich innerlich zu schütteln. Sonst immer gerne, aber hier und heute? Lieber nicht. Serafina hingegen verspeiste eine Köstlichkeit nach der anderen und redete und redete.

Sie hatte ihren Mann verlassen, der aber ständig anrief, um ihr zu sagen, dass sie die Einzige sei, sein Lebenselixier, seine Göttin, sein besseres Ich, gab sie Paolo zu Protokoll. Bei mir setzte sich gedanklich ein Puzzlestück an das andere und ich hatte schnell ein Bild vor Augen, das eine unglückliche und einsame Serafina zeichnete. So langsam verstand ich ihren divenhaften Auftritt, ihre fast kindlich-bockige Art. Hinter dem Privatpatientengetue steckte die pure Angst. Ihr Krankenkassenstatus war gleichzeitig ihre Eintrittskarte zu besserer Behandlung, ja vielleicht sogar Heilung.

Einfach köstlich

Ihre Freundin, die später zum Picknick dazu stieß, wurde erst mal angefahren, was ihr einfiele, so spät und dazu noch in diesem Aufzug zu kommen. „Du siehst ja aus, als hätte dich ein Bus überrollt. Warst du nicht beim Friseur?“ „D-d-doch“, stotterte sie hilflos. „Außerdem wolltest du doch endlich mal diesen grauenhaften Rock in die Altkleidersammlung geben. Wie lange willst du den denn noch tragen?“ Ihre Freundin schaute leicht verstört an sich runter und zuppelte an ihrem Rock, der eigentlich ganz gut aussah, wie ich fand.

Bei mir machte sich eine Mischung aus Mitleid und Entsetzen gepaart mit einer Prise Amüsiertheit breit. Das hier war besser als jedes Kino. Kein Fernsehprogramm konnte da mithalten. Ich tat so, als würde ich lesen, und hatte die – nicht eingestöpselten – Kopfhörer aufgesetzt. Ich wollte nichts verpassen. Es war zu köstlich. Das wahre Leben schreibt wirklich die besten Geschichten. Ich schwöre, das alles habe ich mir hier nicht ausgedacht.

Abendgedanken

An unserem letzten Abend wurde sie dann doch etwas ruhiger und erzählte mir sogar recht private Dinge. Ihre Mutter war sehr früh gestorben, daher machte sie selbst aus jedem Ehrentag eine große Sause. „Ich freue mich über jedes Jahr“, erwiderte sie, als ich sagte, dass mein fünfzigster Geburtstag bevorstünde und mich diese Zahl schon mächtig beschäftigen würde. „Hoffentlich gestalten die Doktores meine Zyklen so, dass ich nicht an meinem Geburtstag in der Klinik sein muss.“ „Mmmh …“, kommentierte sie gedankenverloren.

Rustikale Neubesetzung

Am Morgen darauf trennten sich unsere Wege und auch wenn der letzte Abend relativ versöhnlich abgelaufen war, war ich doch froh, diese angespannte Zelle – denn so war es letztlich – verlassen zu können. Ich zog also um und traf auf Barbara. Eine ältere Dame mit großer Familie und interessanten Geschichten. Ein Kontrastprogramm sondergleichen. Aber davon an anderer Stelle mehr, die Geschichte um Serafina ist noch nicht zu Ende. Denn bereits am späten Nachmittag wurde eine neue Zimmernachbarin bei ihr einquartiert und, wie sollte es anders sein, auch da zog sie ihre Show ab. Nur war ihr diesmal Modell „harter Hund“ als Bettnachbarin zugewiesen worden.

„Wo is der Dokta?“

Schon wenige Minuten nach dem Einzug der neuen, sehr rustikalen Lady hallte die Stimme der Neuen über den Flur. „Ditt ist ja unvaschämt. Die spinnt ja! Is die irre? Draußen isses arschkalt und ick soll ditt Fensta imma uff lassen. Nee, so jeht ditt nich. Wo is der Dokta? Der muss dett rejeln.“ Ein Getöse und Gezeter wie bei einem Angriff rebellischer Kräfte. Barbara und ich sahen uns verdutzt an und platzten los. Wir lachten und lachten.

Denn natürlich hatte ich meiner neuen Mitbewohnerin erzählt, was ich die letzten Tage aushalten musste. Wie fürchterlich das war und wie befreiend dagegen unsere harmonische „kleine WG auf Zeit“ war. Wie es ausging, weiß ich nicht. Ich denke mal, der diensthabende Arzt – nebenberuflich „Kindergärtner“ – hat ein Machtwort sprechen müssen, aber das war ja zum Glück nicht mehr meine „Baustelle“.

Besondere Freundschaft

Ich begegnete Serafina noch einige Male auf dem Flur. Sie tat aber immer so, als würde sie mich nicht kennen und hatte es meist auch sehr eilig. Denn ihr Ziel war der luftige Balkon, vor dessen Tür ein Schild mit der Aufschrift „Rauchen verboten“ hing. Hinter der Tür befanden sich zahlreiche Kippen und vier überquellende Aschenbecher. Wer es mag. Serafina zog es jedenfalls häufig mit dem gesamten Infusionsgeraffel, asiatischen Hausschuhen und einem kleinen Swarowski-Täschchen bewaffnet genau an diesen Ort, um, wie sie sagte, zu „süchteln“.

Oft hatte sie dabei Paolo im Schlepptau. Meist natürlich, wenn er zuvor – fast jeden zweiten Tag – immer wieder tapfer die Feinkosttüten angeschleppt hatte. Ich bewunderte ihn für sein Durchhaltevermögen und seine Nehmerqualitäten. Das ist in der Tat ein wahrer Freund. Hoffentlich wusste das Serafina auch zu schätzen.

Eigentlich ganz süß

Drei Tage später kam ich am Schwestern-Glaskasten vorbei und staunte nicht schlecht. Neben Kopierer, Standwaage und Dokumentenrollwagen waren kleine Tischchen mit Torten in allen Geschmacksrichtungen und Größen aufgebaut. Als ich fragte, was denn der Anlass für diese Tortenschlacht sei, bekam ich eine noch erstaunlichere Antwort: „Die hat uns die Patientin von Zimmer 38 spendiert.“ „Wie, Serafina?“, fragte ich verblüfft.

„Ja, genau die. Sie hat heute Geburtstag. Nehmen Sie sich doch auch ein Stück, da ist genug da für mindestens zwei weitere Stationen. Wir haben schon fast alle aus dem Haus informiert, dass sie sich bei uns ein leckeres Stück Torte abholen können.“ Serafina konnte augenscheinlich auch süß.

Wie ferngesteuert nahm ich mir ein Stück Zitronen-Biskuitrolle und setzte mich damit gedankenverloren auf mein Krankenbett. Serafina war – und bleibt mir bis heute – ein absolutes Rätsel.

Nachtrag – ein herber Schlag

Den Beitrag über Serafina hatte ich schon seit Wochen „gedanklich im Kasten“. Ich wollte nur noch ein wenig an ihm rumfeilen und ihn „irgendwann“ im „Zellenkarussell“ veröffentlichen. Vorgestern dann der Schock: Ich mache den Fernseher an, sehe das großflächige Portraitfoto von Serafina im Hintergrund und die schwarze Einfärbung schlägt mir ins Gesicht.

Ich habe gar nicht mehr gehört, was der Moderator gesagt hat, mir schossen die Tränen in die Augen und ich habe hemmungslos geweint. Verdammt! Das darf doch nicht wahr sein! Wir beide passten nicht zusammen, sie nicht zu mir, ich nicht zu ihr, aber sie war ganz eindeutig eine „Farbe im Leben“, ein Typ und das kann nicht jeder von uns sagen. Sie war doch noch so jung, gerade mal „Ende vierzig“, warum jetzt?

In der Presse hieß es, sie habe nur noch wenige Freunde gehabt, ich kann gar nicht sagen, wie leid sie mir jetzt tat. Eine Paketbotin habe die Polizei verständigt und die hat dann ihre Wohnungstür öffnen lassen. Das hat sie nicht verdient, das hat niemand verdient! Ich will sie mit unserem gemeinsamen „letzten Abend“ in Erinnerung behalten und außerdem mit den Unmengen von Kuchen. Ein Mensch, anders eben – wie so viele andere auch. Lebe wohl, Serafina!

 

3 Gedanken zu „„Serafina“ – Daily Soap in Zimmer 38 (Reihe: „Auf gute Nachbarschaft“)

  1. Der „Nachtrag“ hat mich sehr berührt.
    Wie Du der unsympathisch geschilderten Serafina letztendlich die Hand reichst und ihr (wenn auch leider zu spät) doch noch eine Umarmung gönnst, zeigt menschliche Größe. Auch Serafina hat gewiss, im Bewusstsein der auf sie einstürmenden niederschmetternden Ereignisse, auf ihre Art versucht, mit ihrem Schicksal klar zu kommen. Da ist es verständlich, dass sie die Bandbreite von fiesem Verhalten bis zur großzügigen Tortenspende voll ausschöpft. Nicht jede(r) hat die Größe, im Angesicht eines möglichen Todes gesellschaftliche Regeln und Rücksichtnahme gegenüber anderen einzuhalten.

    1. Liebe Mayra, dein Kommentar freut mich sehr. Aber, ich muss dich enttäuschen, ich bin weder Ärztin noch (nicht ;-)) Schriftstellerin. Allerdings ist und war das Schreiben immer schon meine heimliche Leidenschaft. Das Leben hat mir nun ein Thema zugespielt, dem ich nicht mehr ausweichen konnte. Merci vielmals, nochmals! Es grüßt dich herzlich, Nella

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