Podcast

Krebspatienten können auch Podcast! Nella geht auf Sendung.

Podcast für Krebspatienten

„Nellas Neuaufnahme“: Warum sich Patienten und Ärzte besser verstehen sollten.

Klicken und reinhören, kannst du hier.

Eigentlich sollte es ja nur ein Interview werden, das ich dann nach guter journalistischer Tradition zu Papier bringen und in meinem Blog veröffentlichen wollte. Als ich einer Freundin von meinem Thema inklusive Interviewpartner erzählte, sagte sie ganz locker „Mach doch gleich einen Podcast draus. Das kommt gleich viel besser und lebendiger rüber.“

Damit war es passiert. Ich wurde den Gedanken nicht mehr los und fing Feuer. Namen erdenken, Konzept schreiben und weitere Interviewpartner finden. Denn so ein Podcast will mehr. Mehr Content. Mehr Facetten. Mehr Perspektiven.

Und jetzt ist es tatsächlich passiert, der „Flieger ist gelandet“ ich bin on Air.

Die # Folge Null – Motto. Motivation. Mut.

Ich sag mal so, die Grundidee ist so alt wie die Menschheit, wie das Beziehungsthema an und für sich. Denn egal wie man die Beziehung definiert, dreht sich alles immer wieder um die Kommunikation, um gute, offene, respektvolle Kommunikation. Die macht den Unterscheid. Verbal oder nonverbal. Die Frage nach dem großen Wie des Miteinanders.

Und die gute Nachricht gleich vorab: Wer besser kommuniziert, versteht besser und mehr, kommt besser durch die Krankheit und wird besser behandelt.

Weichenstellung

Im sogenannten Setting eines Patienten, eines Krebspatienten, wird der Grundstein bereits mit der Krankenhausanmeldung gelegt, genauer mit der Haltung, wie wir aus der Anmeldekabine nach Angabe aller erforderlichen Daten und der Abgabe aller Formulare fürs richtige Klinik-Check-in mit unserem Gepäck verlassen und den Weg zur Station einschlagen. Die meisten geben genau dort – bedauerlicherweise – ihre Identität, ihre Persönlichkeit ab. Übergeben die Verantwortung für ihre Gesundheit an das medizinische Personal, den Arzt, die Ärztin.

Wer das tut, macht einen großen Fehler und gefährdet meiner festen Überzeugung nach den Weg zu einer erfolgversprechenden, individuellen Therapie. Du bist der Manager deiner Gesundheit, deiner Krankheit, du stellst die Weichen. Bedenke: Krebs ist doof, Krebs macht aber nicht doof.

Übersicht behalten

Selbstbewusstes Auftreten, informiert sein und Präsenz zeigen waren noch nie so wichtig und gleichzeitig noch so schwierig. Schüchternheit bringt dich nicht weiter und kostet Zeit, die dir gefühlt zwischen den Fingern zerrinnt. Vor allem wenn der Takt der Nachrichten so hoch ist, dass dir die Luft wegbleibt.

Diese Krankheit ist ein „großes Projekt“

Wie lautet die genaue Diagnose, wie die Prognose? Welche Behandlung ist geplant und warum? Was sage ich auf der Arbeit, dem Chef, den Kollegen? Wie managen wir die Familie, die Kinder, die Schule? Wie soll man da den Überblick behalten, Entscheidungen treffen? Das geht alles nur Schritt für Schritt und mit der Bereitschaft sich einzubringen, Fragen zu stellen und die Dinge zu ordnen. Das ist ein so großes Projekt, das du dich mit allem einbringen musst, was du hast. Ich sage das deshalb so eindeutig, weil ich weiß und vermitteln möchte, wie unsagbar wichtig das ist.

Neuer Aktionsradius

Das Patientendasein wirft ganz neue Aktionsfelder auf, die die meisten von uns vorher nicht kannten. Ich nenne Beispiele:

  • die Abgrenzung im Krankenzimmer zu Mitpatienten
  • der Kontakt zu Psychoonkologen
  • der Umgang mit Ängsten
  • die Anamnese – das Aufnahmegespräch mit dem Arzt, der Ärztin
  • die Mitbestimmung bei der eigenen Therapie
  • das Einander zuhören: Patient – Arzt, Arzt – Patient
  • das genaue Ausloten, was dir gut tut
  • das Zusammentragen von Informationen
  • das Lernen von anderen Patienten

Der Arzt als Mensch

Oft ist es auch für die andere Seite, also die Arztseite schwierig, auf die Komplexität, die die Krebserkrankung mit sich bringt, zu reagieren. Dazu gehört vor allem das Überbringen der schlechten Nachrichten. Auch das muss man lernen. Und wir müssen lernen, den Arzt, die Ärztin als Mensch zu sehen.

Wie privat darf ein Arzt sein, wie kann er Nähe, Empathie zulassen und trotzdem medizinisch sachlich bleiben? Wie gehen Ärzte insgesamt mit den Belastungen ihrer Arbeit um? Wenn man diese Fragen mal auf sich wirken lässt, versteht man schnell, wie komplex die eingangs erwähnte Kommunikation in der Patienten-Arzt-Beziehung ist.

Je mehr man das alles versteht und beherzigt, desto erfolgreicher verläuft die Therapie. Davon bin ich fest überzeugt und dazu möchte ich mit meinem Podcast beitragen. Am liebsten auch mit eurer Hilfe.

Denn eure Erfahrungen und Geschichten sollen auch zu Wort kommen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was hat euch geholfen, eure Therapie auf eine andere Ebene gehoben?

Denn natürlich ist mein Weg nicht der einzig wahre, der Königsweg.

Ich freue mich auf euch.

Hier geht´s zum Podcast.

Wer den Blogbeitrag zum Interview mit Professor Antonio Pezzutto lesen möchte: # Folge 1 / Teil 1, der klickt hier. Die Tonspur findet ihr natürlich auf der Podcastseite von Nellas Neuaufnahme. 

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