Kommunikation

Nella und die #Mutmacher

„Nur wer verbalisiert, kann die Dinge besser verarbeiten“, sagte mir einmal eine sehr liebe Psychoonkologin, die von Anfang an meinen Blog begleitet und vielen ihrer Patienten*innen davon berichtet. Was sonst noch dazu gehört? Natürlich eine starke Community!

Den hier folgenden Text habe ich heute auf der Seite #Mutmacher von Yes we can!cer veröffentlicht. Einer eigenen Plattform für „Cancer-Influencer“ und Kraftgeber für all die anderen, die sich nicht trauen, rauszugehen und sich mit ihren Geschichten zu zeigen. Ein gutes Netzwerk und eine starke Community sind einfach wichtig!

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Mein Text für die #Mutmacher

„Das dauert etwas länger“ – mit diesem Satz eines Arztes in der Notaufnahme begann mein neuer Lebensabschnitt“. Von einem Tag auf den anderen hatte ich einen neuen Job: Patientin. Genauer Krebspatientin. Ganz ohne Bewerbung, ich hatte diesen Job nicht gewollt, aber es zeigte sich nach den ersten Tagen der Schockstarre: Ich muss mich mit allem, was ich habe, einbringen.

Mein Leben vor der Krankheit

Eigentlich war ich Projektleiterin in einem großen Unternehmen und hatte mir gerade meine Prokura erkämpft. Ich war das, was man eine „Businessfrau“ nennt. Der dunkelblaue Hosenanzug war meine Uniform. Und den sollte ich nun gegen ein Nachthemd tauschen?

Viel zu viel und alles auf einmal

Die Diagnose Non-Hodgkin-Lymphom (Ende 2015) riss mich, Nella, aus dem vertrauten Arbeitsumfeld und aus den Träumen, die man als Frau Ende 40, Mutter von drei Kindern, so hat. Es fehlte an allen Ecken und Enden an Hilfestellungen, die einzelnen Abläufe besser zu verstehen, lesen zu können und eventuell sogar selbst Impulse zu geben. Nirgendwo gab es die zentrale Stelle für Fragen, oder besser die passenden Antworten.

Das System verstehen lernen

Früh kam ich zu der Erkenntnis: Wer sich nur auf die Ärzteschaft, das Behandlungsschema und das System verlässt, ist reichlich verloren. In meinem Blog „Zellenkarussell“ habe ich daher viele Informationen – eingebettet in persönliche Erlebnisberichte – gesammelt, die es Krebspatienten, den Angehörigen und Freunden, aber auch dem „medizinischen Personal“ ein wenig leichter machen, dieses komplexe Thema zu durchdringen. Neben der medizinischen Betreuung spielen die Kommunikation, der Umgang eine ganz wichtige Rolle beim Bezwingen des „Sausacks“ ( so nenne ich „meinen“ Krebs).

Mein Appell: Gebt euch niemals auf, niemals! Das ist die einzige Waffe, die ihr habt. Bei allem anderen werdet ihr getrieben.

Meine Begegnungen mit anderen Patientinnen gehören auch hierher. Der Blogbeitrag Bettgeschichten und die Story um Serafina zeigen, wie unterschiedlich wir alle mit der Krankheit umgehen. Viel Spaß beim Lesen!

Und jetzt seid ihr dran

Meldet euch bei den Mutmachern. Zeigt euch mit eurer Geschichte. Hier geht es direkt zur Site. Einfach Foto plus Text an Yes we can!cer schicken. Fertig.
Mich hat übrigens meine liebe Blogger-Kollegin Annette Mertens drauf gebracht, mich dort zu zeigen. Ihr Blog heißt Knochenmarktransplantation light. Schaut gerne mal bei ihr vorbei.

Weitere Anlaufstellen, Unterstützer und Selbsthilfegruppen findet ihr in meinem Blog unter der Rubrik „Lesenswerte Links„.

Wie ist es denn bei dir, liebe Leserin, lieber Leser?

Bist du auch in einer Selbsthilfegruppe, oder hast eine interessante Website entdeckt, die du empfehlen kannst? Schreib es sehr gerne in die Kommentare. Im Namen aller Zellenkarussell-Leser*innen schon jetzt ein herzliches Dankeschön an dich <3. Herzlich grüßt, die Nella

2 Gedanken zu „Nella und die #Mutmacher

  1. Liebe Nella, wie toll, dass Du jetzt auch auf YesweCan!cer bist! Das ist eine so wertvolle Plattform, die allen hilft, Informationen weiterzugeben. Es ist so wichtig, über diese Themen zu sprechen, zu schreiben, zu informieren – so, wie Du es ja schon lange tust!

    1. Es war mir ein „inneres Blumenpflücken“, liebe Annette. Ich hoffe, es werden immer mehr, die den Mut haben, sich zu zeigen.
      By the way, mein Blog wird in einem Monat ein Jahr alt ;-). Hüpf. tanz. freu.

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