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Artikel in JOURNAL ONKOLOGIE – 25. März 2025

Informierte Patient:innen werden besser behandelt – von Nella Rausch

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✍️Autorin 🎤Speakerin 🎧Podcasterin ✍️Bloggerin
🧡Der informierte Patient wird besser behandelt.
👇Meine Krebs Ratgeber – Bookbirthday 4.2.2026👇

„𝗗𝗲𝗿 𝘁𝘂𝘁 𝘀𝗼, 𝗮𝗹𝘀 𝗵ä𝘁𝘁𝗲 𝗲𝗿 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗞𝗿𝗲𝗯𝘀.“ Dies „𝗗𝗲𝗿 𝘁𝘂𝘁 𝘀𝗼, 𝗮𝗹𝘀 𝗵ä𝘁𝘁𝗲 𝗲𝗿 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗞𝗿𝗲𝗯𝘀.“

Diesen Satz sagte vor wenigen Tagen eine Nachbarin zu mir.

Wir waren ins Gespräch gekommen. Sie war äußerst niedergeschlagen und erzählte mir, dass es zwischen ihr und ihrem Mann gerade sehr schwierig sei. Er würde sich nach seiner Krebserkrankung komplett hängenlassen, traurig vor sich hinblicken und sich nichts mehr zutrauen. „Im Bett läuft auch nichts mehr. Er schläft jetzt auf dem Sofa.“

Vor einem Jahr hatten sie Darmkrebs bei ihm diagnostiziert. Frühes Stadium. Er hatte Glück im Unglück.

Irgendwann platzte es dann aus ihr heraus:

„𝗘𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗴𝗲𝗵𝗲𝗶𝗹𝘁. 𝗜𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗵𝗲 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁. 𝗗𝗲𝗿 𝘁𝘂𝘁 𝘀𝗼, 𝗮𝗹𝘀 𝗵ä𝘁𝘁𝗲 𝗲𝗿 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗞𝗿𝗲𝗯𝘀.“

Ich war im ersten Moment ziemlich erschrocken.
Nicht, weil ich ihr einen Vorwurf machen wollte, sondern weil mir mal wieder klar wurde, wie tief diese Vorstellung sitzt:
Krebs vorbei = alles wieder gut.

Also saß ich da neben ihr und versuchte, ihr ruhig zu erklären, dass viele von uns eben nicht „so tun, als hätten wir noch Krebs“. Wir fühlen uns tatsächlich noch lange nicht wieder wie vorher. (Falls das überhaupt möglich ist).

Auch wenn die Therapie beendet ist.
Auch wenn kein Krebs mehr nachweisbar ist.
Auch wenn das Umfeld erleichtert sagt – und erwartet: „Jetzt ist doch alles wieder gut.“
Nein. Ist es eben oft nicht.

Der Körper hat etwas erlebt. Die Psyche auch. Beziehungen haben sich verändert. Ängste bleiben. Belastbarkeit verändert sich. Das eigene Bild von sich selbst kann plötzlich ein anderes sein.

𝗜𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗲𝘀 𝗵ä𝘂𝗳𝗶𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗲𝘂𝗱𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝘂𝗺𝗮:
Der Unfall ist vorbei. Aber der Nacken schmerzt immer noch.

Genau für diese Zeit nach der Therspie, nach dem Krebs habe ich das Erfahrungs- und Strategiebuch FLIEGEN MIT VERKLEBTEN FEDERN geschrieben.

Überall dort, wo es Bücher gibt, kannst Du Dir Unterstützung holen und Deinen eigenen, neuen Weg finden.

Du bist nicht allein.
eww.zellenkarussell.de
Sex nach der Krebsdiagnose: Ich bin keine "B-Ware" Sex nach der Krebsdiagnose: Ich bin keine "B-Ware"!

Vor einigen Tagen ist mein Beitrag bei DocCheck mit eben jenem Titel im Kanal "Zweitmeinung. Patienten sprechen über Ärzte" erschienen. 

Für den Hintergrund: Seit 2019 werden dort regelmäßig unregelmäßig Artikel von mir veröffentlicht.

Dass das Thema Liebe, Libido und Sex nach der Krebsdiagnose immer noch sehr selten angesprochen wird, ist mir natürlich bekannt. Daher ja auch mein Beitrag. 🤔 

▶️ Du findest den Beitrag bei DocCheck oder in meinem Blog "Zellenkarussell" https://www.zellenkarussell.de/pressespiegel/

Interessant fand ich dann doch, dass ein Arzt als Erster kommentierte:

❗️"Ich verstehe das Problem nicht. Bei einer Krebserkrankung geht es ums Überleben. Partnerschaft und Zusammenhalt sind dann wichtig. Sex und Libido – im Angesicht des Todes schwindet ihre Bedeutung."

Entweder hat er meinen Beitrag nicht richtig gelesen oder aber er denkt, es geht nach der Diagnose nur um den Tod oder das Warten darauf?

❓️ Wie siehst du das? Das würde mich mal interessieren. 
Lass gerne einen Kommentar da. 🙏🧡
Sex und Krebs: Das Tabu im Tabu. Wenn Sprachlosigk Sex und Krebs: Das Tabu im Tabu.
Wenn Sprachlosigkeit richtig laut wird und droht, die Liebe und Intimität zu zerstören.

Das war meine Aussage im SWR-Nachtcafé „Liebe vom Finden und vom Bleiben“ (19.06.2026).

Denn genau das passiert oft, wenn eine schwere Krankheit in eine Beziehung hineinrauscht. 

Es wird nicht unbedingt weniger Liebe. Aber es wird komplizierter. Körper verändern sich. Rollen verschieben sich. Selbstverständlichkeiten verschwinden. Berührungen werden vorsichtiger oder bleiben ganz aus. Und plötzlich stehen Annahmen im Raum, über die niemand spricht. 

Und dann kommt das Gefährlichste: Das Schweigen.

Er will vielleicht nichts falsch machen.
Sie zieht sich vielleicht zurück, weil sie sich im eigenen Körper fremd fühlt.
Beide denken, sie wüssten, was der andere meint. Und am Ende sagt keiner etwas.

Dabei waren wir nie unglücklich miteinander. Wir waren unglücklich mit der Situation. Das ist ein großer Unterschied.

Wir haben irgendwann wieder angefangen zu reden. Viel zu reden. Auch zu streiten. Wir haben Streicheleinheits-Zeiten verabredet und uns gefragt, was wir eigentlich brauchen.

Denn nach Krebs kommt niemand einfach „repariert“ zurück. Da ist körperlich viel passiert und mental auch. Dieses „Alles ist vorbei und jetzt ist alles wieder gut“ stimmt so einfach nicht. Genau darüber schreibe ich auch in meinem Buch „Fliegen mit verklebten Federn“.

Und genau deshalb habe ich mehr sehr über die Einladung ins Nachtcafé zu diesem Thema gefreut.

Weil Paarbeziehungen nach einer Krebsdiagnose nicht nur romantische Durchhaltegeschichten sind. Sie sind unsicher, gereizt, zärtlich, komisch, müde, ehrlich, wütend, verletzlich und vor allem voller Missverständnisse.

Aber sie können auch wieder in Bewegung kommen, wenn wir anfangen, die Sprachlosigkeit zu durchbrechen.

Den Ausschnitt aus dem SWR-Nachtcafé findest du unter www.zellenkarussell.de/pressespiegel

Quelle und Bilder: SWR-Nachtcafé „Liebe – vom Finden und vom Bleiben“
Du bist nicht allein. 😍 Fast zehn Tage nach der Y Du bist nicht allein.

😍 Fast zehn Tage nach der YES!CON sitze ich immer noch glückstrunken da und denke: Was war das bitte für eine wundervolles Erlebnis?

😍 Nicht nur wegen der großen Bühne, der bekannten Namen und des Programms. Sondern wegen dieser besonderen Energie, die entsteht, wenn Menschen für dieselbe Sache brennen. 

Wenn sie sich verstehen, ohne erst lange erklären zu müssen. Wenn sie einander zuhören, sich umarmen, auffangen und sagen können: "Ich weiß genau, was du meinst."

Das war für mich das Schönste an diesen zwei Tagen.

🧡💯 Meine erste YES!CON-Lesung aus „Fliegen mit verklebten Federn“ war bis auf den letzten Platz besetzt. Das hat mich sehr berührt. Noch mehr aber die Gespräche danach, an unserem Patient Council Stand, auf den Gängen und an der Hotelbar 

Wenn ich noch gezweifelt hätte, ob das Thema des großen Gefühlschaos  und det Frage: Wie komme ich mit Zuversicht in meinem neuen Leben nach Krebs  an,  einen Nerv triff, dann wären sie spätestens jetzt verflogen :-).

🧡💯 Ich bin auch sehr stolz, Teil des ersten Yes! PATIENT COUNCIL zu sein. Viele kannten sich bisher nur aus Zoom-Meetings. Und dann standen wir zusammen vor Ort, haben diskutiert, gelacht, uns abgestimmt und sind füreinander eingesprungen. 

Ich bin mir sicher, dass unser Council noch einiges im politischen Umfeld für die Sichtbarkeit von Patient:innen-Anliegen anschieben wird.

🧡💯 Und dann war da das Panel zum Recht auf Vergessenwerden.

Es geht hier natürlich nicht darum, Krebs zu vergessen. 

Es geht um die Ungleichbehandlung und Duskriminierung danach, nach der Heilung, um den "roten Reiter" auf der Akte. 
Um die Tatsache, dass die Frage „Hatten Sie Krebs?“nach einem Ja Türen verschließt: Bei Krediten, Versicherungen, Verbeamtung oder sogar bei einer Adoption.

Wir brauchen keine lebenslange Pauschalabfrage. Wir brauchen eine Zukunft ohne Generalverdacht. Und wir brauchen eine gesetzliche Regelung, die es in anderen Ländern bereits gibt.

🙏🧡 Danke an alle, die diese YES!CON zu einem so besonderen Ort gemacht haben. 

"Du bist nicht allein." JA, das habe ich wieder einmal sehr gefühlt und gefeiert. Auch ohn
‼️ Achtung, Achtung – Programmänderung! ❗Die Nach ‼️ Achtung, Achtung – Programmänderung!

❗Die Nachtcafé-Sendung, in der ich zu Gast bin, läuft nicht erst am 26. Juni, sondern bereits an diesem Freitag, den 19. Juni, um 22 Uhr im SWR und SR.
Gerade kam der überraschende Anruf vom Sender.

Da ich weiß, dass sich einige den alten Termin vorgemerkt haben, hier jetzt eben dieser wichtige Hinweis.

Das Thema der Sendung lautet – nach wie vor – „Liebe. Vom Finden und vom Bleiben“. Moderiert wird sie von Michael Steinbrecher. Die Aufzeichnung war bereits vor einem Monat in Mainz, und für mich war das ein sehr besonderere Erfahrung.

🎤 Mit dabei in der Runde sind:
- Hardy Krüger jr. und seine Frau Alice Krüger, die über den Rosenkrieg der Eltern sprechen, der in die Beziehung schwappt
- Karen Heinrichs vom SAT.1-Frühstücksfernsehen berichtet von ihrem Singleleben
- Dr. Ulla Becker erzählt von einer heimlichen Liebe
- Ingrid und Walter Gläßer haben eine Geschichte dabei, die mich immer noch fragen lässt, warum man sich so etwas freiwillig antut. 59 Tage zusammen im Ruderboot über den Atlantik.
- Dr. Mathias Jung ist Paartherapeut und Philosoph und begleitet diesmal die Gespräche, wie das fürs Nachtcafé so üblich ist.

Bei mir ging es um die Liebe, die nach einer schweren Erkrankung einiges aushalten muss. Um die Beziehung nach Krebs. Also auch um das Tabu im Tabu. Um das, was sich zwischen Liebenden verändert, wenn der Körper nicht einfach wieder der alte ist und Nähe nicht mehr selbstverständlich funktioniert.

Natürlich gilt auch hier, dass nach einer Krebsdiagnose nicht einfach alles wieder auf Anfang zurückgespult werden kann, auf die Zeit vor der Diagnose. "Back to normal", wie es so schön heißt, ist schwierig. Wieder da anfangen zu können, wo wir aufgehört haben, funktioniert irgendwie nicht.

Die meisten Paare müssen sich erst wieder annähern. Sie müssen alte Vorstellungen loslassen, viel Geduld miteinander haben und reden, reden, reden.

Ich erzähle davon, wie mein Mann und ich das erlebt haben. Was schwer war. Was geholfen hat. Und ich spreche von der Ohnmacht, den Veränderungen und auch von der Kraft der Liebe.

Und ja, es sind auch ein paar Tränen geflossen.

Bilder swr
@swraktuell
Was ist eigentlich mit uns passiert? Aus dem verf Was ist eigentlich mit uns passiert?

Aus dem verführerisch-spielerischen „Komm mit ins Bett, Schatz“ wird auf einmal eine Aussage, die wie eine Prüfung klingt, eine, die sofort Stress auslöst.

Das Herz rast, der Puls fliegt und ein unangenehmes Feuerwerk an Gedanken beginnt: „Fass mich bitte an, aber bitte nicht so“. „Ich will Nähe, aber ich halte sie gerade kaum aus“. „Ich vermisse uns, aber ich weiß nicht, wie ich dahin zurückkomme“. „Ich will ihn nicht durch meine Ablehnung verletzen.“

Statt Leichtigkeit und Ekstase füllt sich der Raum mit einer Sprachlosigkeit, die so laut wird, dass wir es kaum aushalten und nicht gut Luft bekommen.
Eine Krebsdiagnose zieht nicht nur ins Krankenhauszimmer ein, sondern auch ins Schlafzimmer. Sie legt sich zwischen zwei Menschen, die sich lieben, die sich kennen, die sich vielleicht seit Jahren vertraut sind. Doch plötzlich fühlen sie sich fremd miteinander.

Berührungen oder ein Zusammenzucken werden missverstanden und als Zurückweisung interpretiert. Ein Ausweichen als Desinteresse. Niemand sagt etwas. Unter anderem auch aus der Annahme heraus, dass er oder sie schon wisse, was der andere damit sagen will, wenn er sich zurückzieht oder früher ins Bett geht als gewöhnlich oder gleich auf der Couch im Wohnzimmer vor dem Fernseher sein neues nächtliches Nest baut oder ins Gästezimmer „flüchtet“.

♥️ Mein Mann sagt immer wieder: „Ich bin die Bank, auf die du dich setzen kannst.“

Das hilft enorm, ist aber nur ein Teil unserer Geschichte, die es geschafft hat, aus der Sprachlosigkeit herauszukommen und stürmische bis kritische Phasen zu überstehen.

👉 Mehr darüber und zu dem Liebesleben nach der Diagnose Krebs kannst du hier in meinem aktuellen Blogbeitrag nachlesen: www.zellenkarussell.de
und dann zun Nellas Blog - Neuigkeiten. 
Ich bin gespannt auf dein Feedack.
Herzlichst, Nella 🧡 🧡 🧡

P.S.: Am Freitag, den 19. Juni, um 14 Uhr in der STATION in Berlin, auf der YES!CON natürlich, werde ich dieses Thema auch in meiner Lesung aus meinem aktuellen Buch „Fliegen mit verklebten Federn“ aufgreifen.

📖 Lesung aus „Fliegen mit verklebten Federn“
📍 YES!CON Berlin, STATION
🕑 Freitag, 19. Juni, 14 Uhr
„Fliegen mit verklebten Federn“ landet mit viel Ge „Fliegen mit verklebten Federn“ landet mit viel Gefühl am 19. Juni auf der YES!CON in Berlin
 
🎤 Lesung live
 
Wenn du in der STATION in Berlin dabei bist, dann merke dir bitte unbedingt diesen Termin vor.
 
Dann lese ich um 14 Uhr im Café aus meinem neuesten Werk „Fliegen mit verklebten Federn“.
 
🧡 Diesmal werde ich mich besonders dem Gefühlsleben widmen. 

Denn die „verflixte dritte Phase“ nach der Therapie wirft so viele Fragen auf, dass ich mein Lesekonzept immer wieder anders konzipiere.

🧡 Außerdem wird es intim. 
Ja, du hast richtig gelesen. Wir gehen zusammen ins Schlafzimmer und reden über das, was eine Paarbeziehung verändert. 
Warum sind Berührungen zum echten Stresstest geworden? 
Wo ist überhaupt meine Libido hin und wie geht es anderen damit? 
Wie genau hat sich die Beziehung verändert?
 
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den Austausch.
 
😍 Besonders schön ist dieses Mal, dass die YES!CON DIE Gelegenheit ist, um auch meine Expertinnen und Experten zusammenzutrommeln. Das habe ich natürlich getan, und so sind sie alle vor Ort. Sie werden im Publikum sitzen und stehen anschließend, so der Plan, mit mir am Stand des Patient Council für deine Fragen zur Verfügung.
 
😍 Mit dabei sind Dr. Sabrina Han für Bewegung und Fatigue, Silke Hartmann für die Atmung, Gaby Nele Kammler für Yoga, Martina Kahlert für Ernährung und Gottfried Vollmer für die Transzendentale Meditation.
 
Wir freuen uns alle auf dich!
 
Kommst du nach Berlin? Bist du auf der YES!CON?

❗️ Es wird auch eine Signierstunde vor Ort geben 🧡

💥  Link zum Buch in der Bio. Und gleich hier:  www.zellenkarussell.de

@sabrina_fatiguecoach
@silke2855
@martinakahlert.de
@yogaundkrebs

@yeswecan_cer
@kurvenkratzer.magazin 
@pathly_ev 
@cancelcancer_cc 

@berlinerkrebsgesellschaft 
@krebsgesellschaft_nrw 
@krebsgesellschaft_saar 
@krebsgesellschaft_sn 

@frauenselbsthilfe.krebs
Was niemand sieht, ist das Gefühlschaos hinter der Was niemand sieht, ist das Gefühlschaos hinter der Fassade.

Wenn die Krebstherapie endet, erwarten alle – ja, auch wir selbst –, dass jetzt Erleichterung kommt.Dass wir wieder die Alten sind. 

Doch dieses alte Leben gibt es so nicht mehr. Es ist vorbeigezogen wie ein Kreuzfahrtschiff, das uns von Deck gespült hat. Wir hören nur noch das Lachen der anderen und die Musik, die langsam verhallt.

Und wir treiben irgendwo im großen Ozean und versuchen erst einmal zu begreifen, was da eigentlich gerade passiert ist. 

Was vor allem da ist, sind viele Gefühle. Und zwar gleichzeitig.
Wie zum Beispiel:

☐ Erschöpfung / Fatigue
☐ Ratlosigkeit
☐ Perspektivlosigkeit
☐ Ängst / Rezidivangst /Trennungsangst
☐ Antriebslosigkeit
☐ Niedergeschlagenheit / Depression
☐ Erwartungsdruck
☐ vermindertes Selbstwertgefühl
☐ Angst vor Intimität und Nähe
☐ Vertrauensverlust

Und dann noch mindestens genauso viele Fragen:

☐ Bin ich noch schön?
☐ Bin ich noch etwas wert?
☐ Was kann ich überhaupt noch?
☐ Wer will mich denn jetzt noch – im Job, in der Liebe, im Leben?
☐ Werde ich wieder Vertrauen in meinen Körper finden?
☐ Werde ich wieder Nähe zulassen können?
☐ Wie soll ich wieder in mein Leben zurückfinden?
☐ Wo soll meine Reise hingehen?

Was wir hinter uns lassen, sind der Ärztemarathon, die tagelangen Stationsaufenthalte, das Warten auf Befunde und Visiten.

Aber auch eine gewisse Sicherheit.
Einen Rahmen, der uns zwar genervt hat, aber doch unseren Alltag geprägt und Struktur gegeben hat.

Wir wussten, was wann dran ist.
Wir wussten, mit wem wir sprechen können, wenn wir Fragen haben.

Und dann? Gefühlschaos, Leere und einen Sack voller Ängste:
Angst, überfordert zu sein.
Angst, nicht mehr zu funktionieren.
Angst, den eigenen Körper nicht mehr zu verstehen.
Angst, nicht mehr begehrenswert zu sein.
Angst vor Nähe.
Angst vor Distanz.
Angst vor dem Rezidiv.

Hat sich da nicht etwas komisch angefühlt?
Könnte da wieder etwas sein?
Kann ich meinem Körper überhaupt noch trauen?

Das spüren nur wir. Die anderen sehen es nicht - wir schweigen: Willkommen in der "verflixten dritten Phase".

Das ist DAS Thema in meinem Buch: FLIEGEN MIT VERKLEBTEN FEDERN.
Ab heute beginnt die #CancerSurvivorsWeek. Eine Wo Ab heute beginnt die #CancerSurvivorsWeek. Eine Woche für eine Gruppe, die immerhin 5 Millionen Menschen umfasst. Wusstest Du das? Krass, oder?

Tag 1

 Alles wieder gut. Alles wieder gut?

Einer der schwierigsten Sätze nach Krebs ist: 
„Jetzt ist doch alles wieder gut.“ 
Oder: 
„Jetzt ist doch alles vorbei.“

Schön wär’s.

Es klingt ja auch irgendwie logisch. Die Therapie ist vorbei. Die Haare wachsen wieder. Der Kalender füllt sich. Aber innen drin? Da beginnt für viele erst das große Sortieren.

Denn was genau ist dieses Alles?

😅 Mich hat nach der ärztlich bescheinigten „Krebsfreiheit“ meine Freundin Carla fast angebrüllt: „Jetzt reiß Dich mal zusammen, Nella. Du hast es geschafft. Und schau mal, wie gut Du aussiehst! Was ist mit Dir los?“

Tja, was war mit mir los?

❗️Ich versank in einer mittelschweren Depression. Hatte Ängste, war antriebs- und perspektivlos. Mein Selbstwertgefühl war im Keller.

❗️Der Erwartungsdruck, mein Erwartungsdruck, hatte mich überrollt.

❗️Der vielbeschworene Phoenix, der aus der Asche aufsteigen sollte, hatte Ladehemmung. Die Flügel waren irgendwie verklebt.

🤔 Und noch schlimmer: Ich dachte, nur ich hätte damit Probleme. Nur ich wäre niedergeschlagen und bekäme es nicht hin. Alle anderen würden fröhlich pfeifend durchstarten.

Doch das stimmte gar nicht.

Auch die anderen hatten ihre Zweifel, ihre Nöte. Auch sie wurden von ihren Lieben nicht verstanden und bestimmt auch ratlos stehen gelassen.

Die Frage „Wie geht es Dir?“ war ausverkauft, so schien es mir. Denn es war ja auch klar, dass es mir einfach gut gehen musste.

Schon mein erster Artikel in der BRIGITTE brachte mir viel zustimmendes Feedback, dass ich dachte: Es wird Zeit, dieses Thema sichtbar zu machen.

Und so entstand die Idee zu „Fliegen mit verklebten Federn. Wie Du nach der Krebstherapie Dein Leben neu entfaltest.“ Das erste Buch, dass sich mit der Phase nach der Therapie auseinandersetzt, Erfahrungen schildert, Strategien aufzeigt und tolle Expert:innen einbindet. 📍Link in Bio.

Was hätte Dir in dieser "verflixten dritten Phase" geholfen? Wo fühltest du dich allein?
Die Hälfte der Gesellschaft ist keine Nische. Die Die Hälfte der Gesellschaft ist keine Nische.

Dieser Satz blieb bei mir hängen, als ich Ende April für ein paar Stunden auf der #DMEA in Berlin war. Nur drei Stündchen. Aber immerhin.

Die Messe war pickepackevoll, und weil man in drei Stunden bekanntlich nicht alles erfassen kann, habe ich mich auf die Panels konzentriert, bei denen es um Frauengesundheit ging.

Und weil heute der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit  ist, möchte ich heut von meinen Impulsen und Gedanken dazu berichten. 

‼️ Frauengesundheit ist kein kleines feines Sonderthema und schon gar keine Nische.

Denn es geht um die wichtige  Frage: Wer in der Medizin eigentlich mitgedacht wird. Und wer nicht.

Medizinische Forschung und Versorgung beruhen bis heute in vielen Bereichen auf Daten, die lange vor allem an Männern erhoben wurden. Frauen waren über Jahrzehnte in klinischen Studien unterrepräsentiert oder teilweise gar nicht zugelassen.

❓️Was bedeutet das für Medikamente, Therapien und Versorgung?

⁉️Und was bedeutet das ganz konkret für Krebspatientinnen? Für Dosierungen, Nebenwirkungen, Fatigue, Wechseljahre nach Therapie, Sexualität, Psyche und Langzeitfolgen.

Auf dem Panel „Frauengesundheit ist keine Nische“, organisiert von Spitzenfrauen Gesundheit e.V. und Healthcare Frauen e.V., wurde genau hierüber gesprochen.

Mit starken Stimmen aus Medizin, Forschung, Versorgung, Apotheke, Pharma und Gesundheitspolitik. Unter anderem mit Prof. Dr. med. Mandy Mangler, Prof. Dr. med. Sylvia Thun und Dr. Stefanie Schuster.

🧡 Was ich mitgenommen habe

✴️ Frauengesundheit gehört raus aus der Sonderfall-Ecke
✴️ geschlechtersensible Medizin muss in Studien, Leitlinien und Nachsorge ankommen
✴️ Zyklus, Hormone, Menopause und Wechseljahre dürfen bei Medikamenten und Therapien nicht länger mitgedacht werden, wenn gerade noch Platz ist
✴️ Datenlücken sind keine Nebensache, sie wirken sich auf echte Versorgung aus
✴️ und ja, das gehört am Ende auch ganz konkret in den Beipackzettel

Wie siehst du das?
Lass gerne einen Kommentar da.👇
Noch stehe ich hier alleine vor dem Logo vom Nacht Noch stehe ich hier alleine vor dem Logo vom Nachtcafé.
Das wird sich bald ändern.

Denn am 26. Juni um 22 Uhr läuft im SWR und SR die #Nachtcafé-TalkShow„Liebe: Vom Finden und vom Bleiben“. Moderation: Michael Steinbrecher. @swraktuell Gestern war die Aufzeichnung in Mainz und ich darf heute schon ein bisschen davon berichten. 

Wer ist dabei?

Der Schauspieler @hardykruegerjr und seine Frau Alice Krüger sprechen darüber, wie eine Liebe krisenfest bleiben kann, auch wenn der Rosenkrieg der Eltern plötzlich mit voller Wucht in die Familie  kracht und alles durcheinander bringt.

@karen_heinrichs (Sat 1, Frühstücksfernsehen) erzählt vom Single-Sein. Davon, wie schön es sein kann, allein zu sein. Und wie anstrengend es manchmal ist, das nach außen erklären oder sogar verteidigen zu müssen.
Dr. Ulla Becker spricht sehr berührend über eine Liebe, die 35 Jahre im Verborgenen bleiben musste.

Ingrid und Walter Gläßer haben nach 42 Ehejahren gemeinsam etwas gemacht, bei dem ich immer noch denke: Warum macht man so etwas überhaupt? Sie haben bei der "World’s Toughest Row Atlantic" in einem Ruderboot (1,50 m breit und ca. 7,11 m lang) den Atlantik überquert. 59 Tage auf See. Zu zweit. In einem Boot. 

Und Dr. Mathias Jung, der unsere Gespräche als Paartherapeut und Philosoph mit seinen fachlichen Gedanken begleitet und bereichert hat.

Bei mir ging es um ein Thema, über das nach einer Krebsdiagnose viel zu selten gesprochen wird, die Intimität. Denn auch hier gilt: Wir können nicht einfach wieder da anfangen, wo wir aufgehört haben.

„Komm mit ins Bett, Schatz“, das klingt so leicht. So vertraut. So selbstverständlich. Aber nach einer schweren Erkrankung kann genau dieser Satz echten Stress verursachen.
Da steht sich dann nicht nur ein Paar gegenüber, sondern auch eine große Sprachlosigkeit, mit Unsicherheiten und unausgesprochene Annahmen und Erwartungen. Manche fragen sich: Sind wir eigentlich noch die, die wir vorher waren? Passt das noch?

Wie mein Mann und ich das erlebt und gelöst haben, erzähle ich in dieser Sendung.
🎤„Wir sind alle immer sehr gut in unseren Rollen. 🎤„Wir sind alle immer sehr gut in unseren Rollen. Aber was ist mit unseren Träumen?

🎧 Ich war zu Gast im Podcast „Frauen & Krebs: Wir schenken #ZukunftsMut“ von @LebensHeldin!.

Titel: „Leben mit Krebs: Wenn die vielleicht schwierigste Zeit beginnt“.

Mit @Silke Linsenmaier durfte ich über ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt: die verflixte dritte Phase nach der Krebstherapie. Also die Zeit, von der so viele denken: „Jetzt ist doch alles wieder gut.“

Oder was ich häufig hörte: „Nella, Du wirst sehen, du steigst auf wie der Phönix aus der Asche und bist schöner und stärker denn je.“

Tja. Mein Phönix hatte das wohl nicht mitbekommen. Ich war völlig plan-, kraft- und orientierungslos. Erst spät realisierte ich: Ich bin damit nicht allein.

Denn wir können nach einer Krebsdiagnose nicht einfach dort wieder anknüpfen, wo wir mit der Diagnose aufgehört haben.

Der Körper ist anders.
Die Zuversicht muss sich erst wieder sortieren.
Das Vertrauen ins Leben hat Risse bekommen.
Beziehungen verändern sich.
Der Beruf fühlt sich plötzlich nicht mehr passend an.
Und irgendwo dazwischen steht Du. Dich fragend :

Wie finde ich jetzt eigentlich meinen Weg?

Das ist eine enorme Herausforderung. Nicht nur medizinisch. Sondern emotional, beruflich, körperlich, partnerschaftlich und manchmal auch ganz existenziell.

🧡 "Wir sind alle immer sehr gut in unseren Rollen. Aber was ist mit unseren Träumen?“

Diese Diagnose hat mich gezwungen, noch einmal anders hinzuschauen. Mich zu fragen – um mit Viktor E. Frankl zu sprechen: Was will das Leben eigentlich von mir? Wo geht meine Reise hin? Was nehme ich mit? Was darf bleiben? Was kann gehen?

In einem Podcast über all das sprechen zu dürfen, hatte schon etwas davon, wie ich mir das ungefähr vorstelle: Ich möchte zeigen, was alles noch – oder wieder – geht.

Natürlich spreche ich in dieser Episode auch über mein aktuelles Buch „Fliegen mit verklebten Federn – Wie Du nach der Krebstherapie Dein Leben neu entfaltest“. Du bekommst es überall, wo es Bücher gibt – und auch mit Widmung bei mir.

Danke, liebe Silke, danke an das Team von LebensHeldin!,
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