#8 – Angehörige – Was die Diagnose Krebs mit unseren Lieblingsmenschen macht.

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Aus der Sicht einer Mutter

Intro:

Angehörige spielen oft nur eine Nebenrolle, wenn die Diagnose Krebs wie ein Tsunami, die gesamte Familie mitzureißen und zu verschlingen droht. 

Sie leiden oft still, weil sie den Betroffenen nicht belasten wollen. Sie werden auch selten gefragt, wie es ihnen denn so geht.

Dabei bedeutet die neue Situation auch für Sie: Angst und Hilflosigkeit.
Der Krebs bringt alles durcheinander. Die Gefühlswelt steht Kopf. Alle suchen verzweifelt nach ihrer Rolle und fragen sich: Wie kann ich helfen, was kann ich tun?

Das fängt bei den eigenen Eltern an, geht über die Partner, Partnerinnen, die Kinder bis hin zu den Freundinnen und Freunde – oder wie ich sie gerne nenne, den Lieblingsmenschen.

Hier spreche ich mit dem Lieblingsmenschen, der mich am längsten und vermutlich auch am besten kennt:
Meine Mutter, Gabriele.

Meine Fragen:

Minute 1:47
1. Was ging dir durch den Kopf, als du die Nachricht von meiner Diagnose bekommen hast? Wo warst du da?

Minute 2:35
2. Was war deine erste Reaktion?

Minute 2:53
3. Wo hast du dir Hilfe gesucht?

Minute 3:12
4. Wie sind dir die Ärzte und Schwestern begegnet?

Minute 4:20
5. Warum war das so? Fühltest du dich ernst genommen?

Minute 6:12
6. Wie haben Freunde und Verwandte reagiert?

Minute 6:45
7. Hast du Unterstützung erhalten?

Minute 7:17
8. Was hat dir am meisten geholfen?

Minute 7:35
9. Was hat dich am meisten verletzt? Waren richtige Enttäuschungen dabei?

Minute 8:13
10. Was war die größte Krise für dich? Wo hattest du am meisten Angst?
(Mehr Informationen über die hier angesprochene Studie, damals die „CAR-T-Zell Studie“, findest du unten bei den Shownotes)

Minute 8:56
11. Was hat dir geholfen, Zuversicht zu erlangen, dich immer wieder aufgerichtet?

Minute 9:23
12.  Hast du mal darüber nachgedacht, dir selbst Hilfe zu holen, bei einem Psychoonkologen oder einer Selbsthilfegruppe?

Minute 10:17
13. Die Stammzelltransplantation und die Isolation war ja noch mal eine sehr besondere Situation. Wie hast du die Nachricht über diese Therapieform aufgenommen?

Minute 11:55
14. Was haben diese Ärzte (an der Universitätsklinikum Münster/Stammzelltransplantation – Dr. Mikesch und Prof. Stelljes) aus deiner Sicht genau richtig gemacht?

Minute 12:36
15. Als du während der Transfusion neben meinem Bett gesessen bist, hattest du sicher ein paar Bilder, die hoch kamen, welche waren das?

Minute 13:32
16. Was hast du aus dieser Zeit gelernt? Gab es neue Impulse?

Minute 14:45
17. Was würdest du anderen Angehörigen, anderen Müttern raten?

Ich hoffe, dass wir einige Impulse setzen konnten, du dich vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle wieder gefunden hast.
Schön wäre, wenn dir unser Gespräch hilft,
mit deinen Angehörigen oder deinen Lieblingsmenschen ins Gespräch zu kommen.
Meine Mutter und ich würden uns sehr darüber freuen.

Schreibt mir gerne, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Ich werde dieses Interview auch noch als Blogbeitrag veröffentlichen und dann kannst du dort kommentier, oder mir einfach eine E-Mail schreiben an: schreibnella@zellenkarussell.de

 

SHOWNOTES:

Die Studie, von der hier die Rede war, ist die CAR-T-Zell Studie gewesen, die sich inzwischen auch zu einem möglichen, weiteren Therapieansatz entwickelt hat.  

Wer mehr dazu erfahren möchte, findet genauere Informationen beim Kompetenznetz Maligne Lymphome und dort auf dieser Seite >>> Link.

Über das Verfahren:
„Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine Behandlungsmethode, die 2018 in Europa erstmals für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit B-Zell-Lymphomen und B-Zell-Leukämien zugelassen wurde.

Im Zentrum dieses Verfahrens stehen körpereigene Immunzellen – sogenannte T-Zellen. Diese werden aus dem Blut der erkrankten Person entnommen und anschließend in einem Speziallabor gentechnisch verändert. Die veränderten, nun als CAR-T-Zellen bezeichneten Immunzellen werden anschließend über die Vene in den Körper zurückgegeben.

Sie sind in der Lage, bestimmte Krebszellen zu erkennen und abzutöten. Das Verfahren ist recht aufwendig, kann aber bei bestimmten Lymphomen, die auf eine Chemo- oder Strahlentherapie nicht ansprechen (Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine Behandlungsmethode, die 2018 in Europa erstmals für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit B-Zell-Lymphomen und B-Zell-Leukämien zugelassen wurde.